Ungeschriebene Artikel

Es gab ein oder zwei Themen, zu denen ich länger überlegt habe, einen Artikel zu schreiben. Einer davon befaßte sich mit den Auswirkungen von durch gewisse Umstände in den Menschen bewirkter Angst, und zuvor hatte ich überlegt, über die Frage zu schreiben, ob man in bestimmten Situationen, in denen im Staat die Dinge anders laufen, als man – zumal als Jurist – es für richtig hält, lieber schweigen solle oder sprechen unbeschadet eines für potentiell möglich erachteten Risikos.

Ich habe einstweilen beide Artikel nicht geschrieben… {#moods_dlg.Decline}

Warum schreibe ich dann diesen Artikel? Nun, auch daraus kann man etwas lesen…

[Man kann auch alleine gehen.]

Sie machen uns zum Schatten.
Sie nehmen uns das Licht.
Im Kern der Wahrheit Sprache,
sie findet Worte nicht.

Verborgen noch im Stillen
wächst doch Erinnerung.
Was wir einst warn, wird wieder,
und ist die Straße krumm,

so soll uns das nicht scheren,
Zum Ziele führt auch sie,
Wir müssen gar nicht wählen,
sind wir schon lang doch sie.

 

Anmerkung zum Titel:

Ich denke, das Gedicht hat keinen Titel. Aber WordPress möchte einen. Und für die vorliegenden Zwecke wollte ich auch nicht unbedingt die erste Zeile als Titel nehmen. Denn trotz des unangenehmen Ausgangspunktes soll es ja doch Mut machen, das wäre darin nicht unbedingt gleich erkennbar.

Über die Suche nach Strukturen

Vorbemerkung: Der folgende Artikel bezieht sich auf eine Diskussion, die im Mai 2021 in Deutschland geführt wurde. Ich habe ihn aber bewußt abstrakter gehalten; so mag er auch darüber hinaus Anregungen bieten und eine Warnung sein, die Entwicklung in diesem Bereich bewußt zu beobachten und, soweit angezeigt, sich gegebenenfalls als Lehrer, Elternteil, Influencer, Journalist, Blogger oder in sonstiger Funktion korrigierend einzuschalten.

Wie oben so unten“ – so heißt es schon jedenfalls seit dem Mittelalter. Die Suche nach Strukturen zum Verständnis der Welt ist alt.

Und sie ist sinnvoll.

Denn indem wir schauen und vergleichen, und indem wir Schlüsse ziehen, kann der Intellekt die Welt verstehen.

Die tiefere Bedeutung von Verschwörungstheorien

A. Ausgangspunkt und Ziel dieser Betrachtungen

Spricht man heutzutage über dieses Thema, so ist es sehr schwierig für manche, immer einen ganz klaren Kopf zu behalten. Sei es, daß die Menschen so von ihren speziellen Verschwörungstheorien überzeugt sind – und aus meiner Sicht läßt sich durchaus von einer “Entartung” der Verschwörungstheorien sprechen, von der ich mich frage, ob sie gesteuert ist oder eine Folge dessen, daß so lange niemand zugehört hat, oder beides –, daß sie den Hort der amerikanischen Demokratie stürmen, sei es, daß man selbst von guten Freunden als “verrückt” abgetan oder als “Idiot” beschimpft wird, weil man vorgeblich “wissenschaftliche” Erkenntnisse in Frage stellt. Selbst Wissenschaftlern kann dies geschehen. Gewalt aber wird oft Widerstand säen, Beschimpfungen freilich desgleichen.

Suggestion, Attraktorfelder und Glaubenssätze

I. Vorbemerkung

Ein Grund für diese kurze, nur übersichtsartige Betrachtung ist einerseits der auf diesen Artikel im Blog folgende Artikel (hier), für den diese einen gewissen Hintergrund bieten kann, andererseits aber zwei Erfahrungen:

Vor Jahren geschah es mir, daß ich plötzlich – trotz inhaltlicher Ablehnung der Thesen, deren Perspektive plötzlich meine zu beeinflussen schien – auf eine Möglichkeit kam, die eddischen Schöpfungsmythen zu interpretieren, die sich plötzlich überraschend überzeugend darstellte, aber die ich mir nicht zu eigen machen wollte. Ich distanzierte mich daraufhin bewußt von Faktoren, die zu diesem Einfluß führten.

Reflexionen