Ein Beispiel für Grammatik-Ideologisierung (oder algorithmische Dummheit?)

Während ich in solch alptraumhaften Klima für die Sprachentwicklung jetzt auf ein gewisses jüngeres Urteil eines Landgerichts lieber erst gar nicht eingehe (vielleicht wird das ja wieder umgeworfen), sollte selbst der größte Ideologe noch klar genug im Kopf sein, um dieses Beispiel nun wirklich als unfaßbar (oder aber ein Zeichen für die Unfähigkeit von Programmierern oder Managern?) erkennen können:

Anscheinend erklärt, wie Netzpolitik berichtet, Instagram, wenn es aus (keineswegs immer zutreffenden) Gründen des Verstoßes gegen Gemeinschaftsrichtlinien einen Post entfernt, man habe „deinen/deine/dein Beitrag entfernt, da er/sie/es“dagegen verstoße {#moods_dlg.Disappointed}

Nicht, daß ich sonderliche Sympathie für das betroffene Nachrichtenmagazin hegte, aber…. Hoffen wir, daß das keine Schule macht. Wie aus dem englischen „he“ oder „she“ einfach einmal „their“ gemacht wird, habe ich ja bereits hier (aktuellere Version: hier) berichtet.

Wahre Problemlösungen, erfundene „Probleme“ und Sprachfaschismus

Gestern ist mir zum ersten Mal in meinem Unterricht der Genderstern begegnet. Ein Schock-Moment… Sollte ich der Schülerin nun sagen, was ich denke, was deutsche Grammatik ist (und riskieren, daß der Kunde die Zusammenarbeit beendet) oder sollte ich… Da ich nichts davon halte, die Wahrheit aus opportunistischen Gründen zu verschwiegen, entschied ich mich für einen Kompromiß, nämlich, die Schülerin zu fragen, ob sie hören wolle, was ich dazu meinte.

Sie wollte, und das gab mir die Gelegenheit, einige Erklärung zum Genus im Deutschen zu liefern.

Unsäglicherweise wird es wohl nicht bei dieser einen Begegnung mit dem Gebilde bleiben. Es ist daher der Moment, in dem es gilt, klarzustellen, was richtiges und gutes Deutsch ist.  Wahre Problemlösungen, erfundene „Probleme“ und Sprachfaschismus weiterlesen

Reflexionen